Ein Turm geht auf Reisen...

und zwar in den USA. Wo andere mit (oder ohne) Wehklagen dem Untergang eines nicht mehr nötigen Turmes vermutlich zugeschaut hätten, hat in North Carolina eine spektakuläre Rettungsaktion stattgefunden.

Um was ging es:

Der Leuchtturm Cape Hatteras, der größte aus Steinen errichtete Leuchtturm der USA (61 Meter hoch und 2.500 Tonnen schwer) drohte der Küstenerosion zum Opfer zu fallen. 1870 wurde er 460 m vom Ufer entfernt errichtet. Aber 1987 hatte sich der Atlantik bis auf 49 m herangearbeitet. Es wurde Zeit, sich über die Zukunft des Turms Gedanken zu machen.

Auch wenn dieser Leuchtturm zur modernen Navigation nicht mehr benötigt wurde, sollte er wegen seiner Lage als historische Landmarke erhalten bleiben. Der Leuchtturm von Cape Hatteras steht auf den "Outer Banks", einer der Küste von North Carolina vorgelagerten Inselreihe. Von ihrer Lage her, ist diese Inselreihe allen Stürmen der Ostküste ausgesetzt. Der Turm stand nun so nahe am Ufer, dass ein Hurrican das Ende bedeuten könnte. Die weiterhin zu erwartende Erhöhung des Meeresspiegels von z. Z. 2 mm pro Jahr (Tendenz eher steigend) würde das Problem in den nächsten 30 Jahren verschärfen.

Mehrere Möglichkeiten der Rettung wurden durchgespielt; den kompletten Abriss und Neuaufbau oder auch den Schutz durch Deiche. Aber ein Umzug "Stein für Stein" wurde mit einer Umzugsdauer von einem Jahr und Kosten von 4,6 Mio. $ veranschlagt, die Eindeichung hätte nur einen Schutz von 20-30 Jahren gebracht. Die Verschiebung als Ganzes wurde als mögliche Maßnahme erwogen, da hier die Kosten (geplant waren 1,6 Mio $ für eine Strecke von 500 Fuß) und das Risiko überschaubar waren; es bestand schon Erfahrung in der Versetzung von wesentlich größeren Bauten. 

1999 war es dann so weit ...


Auf die Stützen, fertig, los!

Hier soll er hin...

Hier stand er einmal...

Am Ziel
Mit freundlicher Genehmigung des NPS
        "National Park Service Photos"

Den kompletten Umzug können Sie [ hier ] erleben.

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