| Teil 2 | ![]() |
AMRUM ![]() Der erste deutsche Turm an der nordfriesischen Küste war der Leuchtturm von
Amrum. Der damalige Leuchtturm auf Helgoland wurde von den Engländern erbaut und die
Türme von Kampen, List Ost und West waren dänischer Herkunft. Noch im selben Jahr wurde mit dem Bau des Turms auf der Insel begonnen. Pferde zogen die Karren mit Baumaterial über einen mit Bohlen befestigten Weg vom kleinen Inselhafen Steenodde zur Ostküste. Gleichzeitig wurde für den Leuchtturmwärter, einem königlich preußischem Oberbootsmann, ein Wohnhaus mitgebaut. Die Bevölkerung konnte für diesen Posten nicht berücksichtigt werden, da das damalige preußische Reglement nur ehemalige und langgediente Militärangehörige in Betracht zog. Die Amrumer waren jedoch bis 1864 dänische Staatsbürger gewesen. |
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List West/OstAuf der Nordspitze der Insel Sylt, am Ellenbogen,
stehen die zwei nördlichsten Leuchttürme Deutschlands. Die Türme wurden gebaut, als
dieser Teil Deutschlands noch zu Dänemark gehörte. 1856 erwarb das dänische
Marineministerium das Dünengrundstück. Beide Türme stehen auf Betonsockeln und wurden
aus vorgefertigten Gussplatten gebaut. Die Idee, dieses Baumaterial zu verwenden, stammte
aus England. Dort wurde der erste gusseiserne Turm 1803 im Hafen von Swansea errichtet.
Der älteste dieser Art noch existierende Leuchtturm steht seit 1834 in Maryport in
Nordengland. Nach 1850 wurden gusseisenere Türme auf den ganzen Kontinent verbreitet.
Besonders Holland und Norwegen ließen zahlreiche Türme bauen. Zu den günstigeren Kosten
kam eine bis zu 1/3 kürzere Bauzeit. Außerdem ließen sich die Türme demontieren und an
einem anderen Ort wieder aufbauen. Auch war ihr Gewicht wesentlich geringer, was je nach
Untergrund wichtig war. |
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Geeste Nord ![]() Die ersten Hafenanlagen der Hansestadt Bremen, die mit der Zeit
Bremerhaven gründeten, wurden 1827-30 an der Mündung der Geeste angelegt. Damit war der
erste tidefreie Hafen der Weser zu Stande gekommen. Das erste Feuer am Geeste-Nordufer
leuchtet von einem Holzständer. Beim Bau der Molen 1860 wurde ein 7 Meter hoher
quadratischer Leuchtturm mit einem roten Festfeuer errichtet, wobei auf der
gegenüberliegenden Südseite ein 9 Meter hohes, pyramidenförmiges eisernes Gerüst mit
grünem Licht gebaut wurde. |
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STABERHUKStaberhuk ist ,
mit seiner Plazierung auf Fehmarns südöstlicher Ecke zur Mecklenburger Bucht hin, ein
fast diametraler Standpunkt zum Leuchtturm Westmakelsdorf. |
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Markelsdorf ![]() Dieser Leuchtturm ist auf Fehmarns nordwestlicher Ecke, in einem
Flachgebiet wo die Brandungswellen und Eindeichungsarbeiten Mitte des 18. Jahrhunderts
einen Deich von 2 Metern Höhe gebildet hatten, gelegen. In dessen Folge entstanden
mehrere lange Binnenseen entland der Küste der Insel. |
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